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Speditionen in Not: Immer weniger Fernfahrer

Den Speditionen gehen die Fahrer aus. Immer mehr Transportunternehmen klagen über einen eklatanten Nachwuchsmangel. Allein in Bayern gehen in den nächsten Jahren fast 3000 Fahrer in Rente, nur knapp die Hälfte wird nachkommen, prognostiziert Sebastian Lechner, der Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Bayerische Transport- und Logistikunternehmen (LBT). Früher hat man die Fahrer einfach in den osteuropäischen Nachbarländern angeworben, aber auch dort hat die Branche längst mit dem demographischen Wandel zu kämpfen.

Der LBT nennt auch die Belastungen als Ursache für das teilweise schlechte Image der Trucker. Mit Landstraßen-Romantik und Highway-Feeling hat das schon lange nichts mehr zu tun. Spätestens seitdem man weiß, dass der Güterverkehr auf den deutschen Straßen bis 2025 um gut 50 Prozent steigen wird, stehen auch die Speditionen vor einer Vielzahl von Fragen und Problemen.

Logistik-Dienstleister wissen um diese Fragen und beschäftigen sich damit nicht erst seit gestern. Denn die Anforderungen seitens der Kunden nehmen ständig zu. Hier Bauteile für ein neues Stadion in einem bestimmten Zeitfenster abliefern, dort eine hochsensible Laborausrüstung in ein Chemiewerk bringen, und das möglichst ohne Erschütterungen während des Transports.
Ob Beschaffungs- oder Projektlogistik, Direkt- oder Sondertransport, Werks- oder Linienverkehr: Immer öfter sind die Experten gefragt, die ihre Kunden auch eingehend beraten, wenn es um Zollabwicklung geht oder die Optimierung der Lagerbestände.